KARTON
Architektur im Alltag der Zentralschweiz
Nummer 31 * September 14

«Kleine Aufträge»

KARTON 31 | 2014

INHALT

Interesse an innenräumlichen Qualitäten

von Gerold Kunz
Studierende der Yale School of Architecture in der Nähe New Yorks haben sich unter der Leitung von Frank Gehry Gedanken zur Salle Modulable in Luzern gemacht.

Fremde Meister

von Thomas Bolli
Ein paar Versatzstücke zu einem möglichen Überblick ausländischen Architekturschaffens in der Innerschweiz.

Bilderspur der Fotografen Karin Gauch und Fabien Schwartz

Die Zuger Fotografen Karin Gauch und Fabien Schwartz sind für KARTON den Spuren ausländischer Architekten und Gestalter nachgegangen. Ihr Bildbeitrag widmet sich den Arbeiten fremder Meister aus über 100 Jahren Baukultur

Bezug zu archaischen Phänomenen

von Dieter Geissbühler
Das Mutterhaus der Baldegger Schwestern erstaunt noch heute durch die Harmonie zwischen der künstlichen Anlage und der umgebenden «natürlichen» Landschaft.

Fragment als Chance – Zur Diskussion um die Bilder der Kapellbrücke in Luzern

von Heinz Horat
Alternativen zu den Brückenbildern, die ganz nahe bei den Bildern selbst zu suchen sind.

Zu einfach gedacht

Kommentar von Gerold Kunz im Vorfeld der Abstimmung für den Erhalt der ZHB Luzern.

Neues aus der HSLU T&A

5*-Kulturweg Bürgenstock
Zwischen den neuen Luxusbauten lassen sich auf einem Kulturspaziergang viele Zeugen aus der ehemaligen Blütezeit des Bürgenstocks kennenlernen.

Neues von der Denkmalpflege in der Zentralschweiz

Ein Gebäude-Ensemble im Park
Cony Grünenfelder, Denkmalpflegerin LU, zur Geschichte des einzigartigen städtebaulichen Ensembles mit ZHB, Lukaskirche und Park, mitten in der Stadt Luzern.


EDITORIAL

Darum KARTON!

von Gerold Kunz
Wir feiern ein Jubiläum: Vor zehn Jahren haben wir die Zentralschweizer Architekturzeitschrift KARTON gegründet und berichten seither drei Mal im Jahr über das Zentralschweizer Architekturschaffen. Mit unseren Themenheften haben wir den Blick auf Alltägliches gerichtet, aber auch Kooperationen gesucht. Für das Heft zur Entwicklung von Obwalden haben wir mit der IG Baukultur zusammengearbeitet, beim Heft zu LuzernSüd mit dem lokalen Gebietsmanager. Dem Projekt «Roter Nagel» in Uri und Nidwalden haben wir eine Plattform geboten. Und in der Jubiläumsnummer zum KKL Luzern haben wir ein Gedicht von Christoph Rütimann publiziert.

Für unseren Einsatz für einen «künstlerisch und ökologisch wertvollen Lebensraum Zentralschweiz» hat KARTON von der Stiftung Luzern – Lebensraum für die Zukunft den Lebensraum-Preis 2013 erhalten. Das Team KARTON tue dies, indem es «auf kreative, interdisziplinäre Weise, nämlich an wichtigen Zusammenhängen und Querbezügen interessiert, seit nunmehr zehn Jahren hartnäckig und systematisch die Bedeutung des öffentlichen Raums als eines gestalteten Lebensraums beschreibe, betone und reflektiere», begründete die Stiftung ihren Entscheid. Und Laudatorin Sylvia Egli von Matt sieht KARTON als wichtigen Brückenbauer, der «den überaus schwierigen Spagat zwischen Berufsleuten und interessierten Laien» schafft. Sie erkennt als wichtigsten Erfolgsfaktor unsere «Leidenschaft für Inhalte».

So geben wir uns zum Jubiläum einem besonderen Thema hin: den fremden Meistern. Für die Jubiläumsausgabe stehen nicht die Zentralschweizer Architektinnen und Architekten im Blickfeld, sondern ausländische Planerinnen und Planer. Auch von ihnen gehen Impulse auf das lokale Schaffen aus. Ihr Wirken in der Zentralschweiz ist hingegen kaum erforscht. Das hat uns motiviert, hier anzusetzen. Unsere Ausgabe streift das Thema nur. Und wir werfen Fragen auf, die sich nicht auf die Schnelle beantworten lassen.

Zehn Jahre KARTON wären nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung der IG Kultur, mit deren Magazin «041» wir vertrieben werden und auch nicht ohne die Zentralschweizer Kantone und die Städte Luzern und Zug, die Hochschule Luzern, Technik & Architektur, die Denkmalpflegestellen der Zentralschweiz, unsere Inserenten, Abonnenten und Gönner. Dank an alle, die Beiträge für uns verfasst haben, mit uns eine Kooperation eingegangen sind und die Lektüre ihren Freunden empfohlen haben.

Wer sich ein eigenes Bild über die Entwicklung von KARTON machen will oder mehr über das Baugeschehen in der Zentralschweiz erfahren möchte, kann alle bis 2013 erschienen Ausgaben von KARTON im digitalen Archiv der ETH Bibliothek einsehen. Damit wird unsere Vermittlungsarbeit der jüngeren Baugeschichte sichergestellt. Der Link lautet: retro.seals.ch