KARTON
Architektur im Alltag der Zentralschweiz
Nummer 13 * September 08

«ARCHITEKTUR UND TOURISTEN»

KARTON 13 | 2008

INHALT

Hochbergarchitektur

von Gerold Kunz
Thomas Sieverts im E-mail-Interview zum Tourismus-Grossprojekt in Andermatt.

Fluchtort Natur

von Giovanni Danielli
Drei grosse Obwaldner Hotelprojekte aus touristischer Sicht beurteilt.

Für Gäste das Beste

von Cla Büchi
Der Tourismus als Motor für die Siedlungsentwicklung Luzerns.

Neues aus der HSLU T&A

Bachelor Diplomarbeit 2008


EDITORIAL

Schweizer Architektur

von Ursula Mehr
Was ist authentische Schweizer Architektur im Kontext mit dem Fremdenverkehr? Diese Frage stellt sich wieder, seit vielerorts neue Projekte entstehen, die die seit Jahren rückläufige Tourismusindustrie ankurbeln sollen. Nach über 100 Jahren Fremdenverkehr in und dem Rückzug der Armee aus den Schweizer Alpen lebt die Erkenntnis, der Alpenraum sei prädestiniert für den Tourismus, wieder auf und führt zur Besinnung auf vorhandene Werte und Möglichkeiten. Um nachhaltigen und qualitativ hochstehenden Fremdenverkehr anbieten zu können, wird vermehrt auf qualitativ hochstehende Architektur gesetzt. Dabei handelt es sich neben Einzelobjekten auch um städtebauliche Aufgaben, wie es bei dem momentan stark diskutierten Ferienresort in Andermatt der Fall ist. Dort wird ein ganzer Dorfteil geplant. Den dabei entstehenden komplexen Fragen zu angemessener Architektur und entsprechendem Ortsbau wird im Interview mit dem involvierten Architekten Thomas Sieverts nachgegangen. Aus Sicht des Tourismusfachmannes Giovanni Danielli werden drei Obwaldner Hotels einer Analyse unterzogen, die gleichzeitig die Situation der Bettenzahlen in Zweitwohnungen und Hotellerie beleuchtet und in den Kontext mit Tourismustrends stellt. Luzern als grösste Stadt der Zentralschweiz verdankt ihre Siedlungsentwicklung unter anderem dem Tourismus. Entsprechend wichtig ist dieser Faktor auch für die Erarbeitung der neuen städtischen Bau- und Zonenordnung, wobei Fachleute vor einer einseitigen Entwicklung und somit einseitiger Abhängigkeit warnen. Mehr dazu im dritten Beitrag.